Seminarwoche 24.-28. 1. Tieringen
Mein Blick fiel auf meine Freundin. Ich sah sie an und folgte ihrem Blick. Jetzt nahm ich wahr was ihre Aufmerksamkeit fesselte: Die Landschaft um uns herum hatte sich verändert, je weiter wir uns von Stuttgart wegbewegten. Die Wolken waren grauer und dichter geworden und eine dicke Schneedecke bedeckte nun die Landschaft.
So waren wir FSJler, als wir aus dem Bus stiegen, im tiefsten Schnee gelandet.
Fünf Seminartage des Diakonischen Werks in Tieringen erwarteten uns. Uns, das waren 28 junge Frauen, die momentan alle ein FSJ absolvieren. Kaum aus dem Bus gestiegen, erfuhren wir am eigenen Leib, was es heißt auf der Schwäbischen Alb mitten im Schnee zu sein. Die erste Herausforderung bestand darin, zu unserer Unterkunft zu kommen. Das war erheblich schwerer als es sich anhört. Mit unseren großen Koffern mit Gepäck für eine Woche, kämpften wir uns auf vereisten Wegen einige Höhenmeter den Berg hinauf. So manche von uns landete auf ihrem Hosenboden. Doch der lange Aufstieg hatte sich gelohnt. Rings um uns herum türmten sich bergeweise Schnee auf. Die Aussicht war überwältigend schön. Alles schien durch den Schnee wie verzaubert zu sein. Wir waren im Feriendorf Tieringen angekommen.
Zu Acht bezogen wir unsere kl
einen Häuschen und machten es uns sehr schnell mit warmen Tee und Cappuccino gemütlich.
„Was tut mir gut?“ Diese Frage begleitete uns die ganze Seminarwoche über. Obwohl wir hier wirklich ab vom Schuss waren, hatten wir alles was einem gut tut. Und wir liesen es uns hier auch richtig gut gehen. Das Haus bot uns Unmengen an Möglichkeiten, angefangen von einem super Essen, einem Kicker bis hin zu einem Hallenbad. Einen Tag erlebten wir draußen und durften neuste Möglichkeiten entdecken Schnee zu erleben. Neben Schneeschuh wandern, zu Siebt auf zwei Schlitten den Berg hinunter fahren, mangelte es nicht an reichlich Spaß.
Ein paar von uns ließen den Rest daran teilhaben, was ihnen persönlich gut tut. So lernten wir Taekwondo, Massagetechniken sowie Entspannungsübungen kennen und Corinna gab uns Einblick darin, was ihr ganz persönlich am Herzen liegt: anderen durch Knochenmarksspende zu helfen. Im anschließenden Film „Beim Leben meiner Schwester“ wurde uns das sehr tiefgängig aufgezeigt. Dieser Film handelt von einem Mädchen, das an Leukämie erkrankt ist .Er erzählt ihre Leidensgeschichte bis sie schlussendlich stirbt. Der Film war so bewegend, dass wir alle nur noch Rotz und Wasser heulten.
„Was tut mir gut“. Diese Seminarwoche ermutigte mich dazu, mir auch im Alltag immer wieder diese Frage zu stellen. Und dann auch den Mut zu haben seinen persönlichen Bedürfnissen nachzugehen.
Von Melissa Schwab
Übrigens – wenn du noch nicht weißt, was du ab September 2011 machen willst.
FSJ im ejw – eine Chance für dich:
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