„Die Punkte sind ganz wichtig“ – Ausstellung “Rasterfahndung”

Bis 7. Oktober 2012 im Kunstmuseim Stuttgart: „Das Raster bestimmt wie keine andere Struktur die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Für die Avantgarde, für Piet Mondrian oder die Bauhaus-Bewegung, ist dies weitreichend erforscht; die Bedeutung des Rasters in der Kunst seit 1945 hingegen wurde noch nie im Überblick dargestellt. Die Ausstellung schließt diese Lücke und beschreibt die Bedeutung des Rasters in der Kunst am Beispiel von rund 50 Künstlern. Dabei lassen sich zwei große Stränge herausarbeiten: In der konkret-konstruktiven Kunst wird das Raster wegen der formalen Strenge und als Wiederholungsprinzip geschätzt. Parallel dazu begreifen Künstler wie Sigmar Polke oder Roy Lichtenstein das Raster als gesellschaftliches Muster, das der Medienwelt, der Architektur, dem Städtebau oder der Datenerfassung zugrunde liegt. Viele junge Künstler wie Esther Stocker, Sarah Morris, Michiel Ceulers und Tim Stapel unterscheiden heute nicht mehr zwischen diesen beiden Ansätzen, sondern sind von dem immensen gestalterischen Potenzial der Rasterstruktur fasziniert.“ Soweit der Einführungstext auf der Webpage des Kunstmuseums.

Und wenn man den Videobeitrag der Kuratorin Simone Schimpf mit den Ohren einer oder eines Playing Artist hört, dann finden sich in ihrem Beitrag zahlreiche Hinweise, dass die Ausstellung wohl einiges mit Themen von Playing Arts zu tun hat. Und dann darf man natürlich auf das Zitat von Roy Lichtenstein „Die Punkte sind ganz wichtig“ sich selbst fragen, wofür sind die Punkte denn nun ganz wichtig, was könnte er gemeint haben?

>> Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart: Rasterfahndung

>> Die Kuratorin Simone Schimpf über das Raster