Cristina Ohlmer – Ausstellung in der Evang. Akademie Bad Boll

Cristina Ohlmer ist 1960 in Varese (Italien) geboren, hat 1981-1988 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert und lebt jetzt in Freiburg. Die Ausstellung in der Evang. Akademie in Bad Boll wird am Sonntag, 29. Januar 2012 um 11 Uhr eröffnet und dauert bis 17. April 2012. Mehr Information gibt es auf der Webpage der Künstlerin.

Mich haben bei der Eröffnung vor allem zwei Arbeiten beeindruckt: Zum einen die im Dezember 1999 entstandenen Tagebuchnotizen unter dem Titel COUNTDOWN BERLIN. Darin hat die Künstlerin ihre Beobachtungen verarbeitet, die sie Ende 1999 getippt hat, als die Stadt der Jahrtausendwende zufieberte. Die Texte hat sie zerlegt und in vielen Schichten zwischen Glasscheiben angeordnet. So entsteht eine interessante Tiefe. „Es bleiben Fragmente, Blatt über Blatt, Schicht über Schicht, Glas über Glas.

Aus den getippten Tagesnotizen entstehen dreidimensionale lichtdurchflutete Pläne der Metropole und mit dem Wechsel der Standpunkte, wechseln die Sichtweisen und es gibt viele.“

Beeindruckt hat mich auch ihre als Video nur in der Eröffnung gezeigte Performance „Wasser-Kalligraphie“, die zeigt, wie eine Person im Spiegelbild von auf der Straße angeschüttetem Wasser erst sichtbar wird und – mit dem Trockenen und Verdunsten des Wassers wieder verschwindet.

Aber eigentlich stehen ganz andere Arbeiten im Mittelpunkt der Ausstellung.

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