Überschneidungen im Roßdorf – mehrfach!


Eine künstlerische Aktion im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des ökumenischen Stephanus-Gemeindezentrums in Roßdorf in Nürtingen. Angelehnt an eine Idee, die ich von Gabi Erne abgeschaut habe, wurden zusammen mit der Pfarrerin Birgit Mattausch schon im auf einer großen Papierbahn an der Wand Körperumrisse von Gottesdienstbesucherinnen und -besucher gezeichnet. Die Leute nahmen eine Körperhaltung ein und waren so schnell als Umrisszeichnung sichtbar. Je voller die Papierbahn wurde, je mehr kam es zu Überschneidungen.

 

Im Laufe des Nachmittags konnten die FestbesucherInnen 15×15 cm große Plexiglas Scheiben über das Liniengewirr schieben und an einer interessanten Stelle die Linien mit einem Faserstift auf das “Fenster” übertragen. So kam jeweils ein Ausschnitt der Körperüberschneidungen auf die kleine Scheibe. Die entstandenen Flächen konnten nun noch farbig bemalt werden.

Wenn nun die Fülle der quadratischen Scheiben wiederum an Fenstern platziert wird, dann kommt es in der Zusammenstellung erneut zu einer Art Überschneidung oder besser zu überschneidenden Aneinaderfügungen. Denn die die Linien, Flächenformen und die verwendeten Farben bieten wunderbare Angebote, dass ein Fensterbild ans andere findet. Auch wenn beide bisher noch nichts “miteinander zu tun hatten”.

Gabi Erne nannte diese Zusammenfügungen in ihrer Aktion in der Stuttgarter Jugendkirche – als die bemalten Scheiben zu einer Art Kirchenfenster zusammengefügt wurde die “Versammlung der Heiligen”.

Schon nach Ende des Gemeindefestes haben die Pfarrerin Birgit Mattausch und ich zusammen mit einem roten Stift noch Linien auf der “Landkarte der Körperumrisse” gezogen. So kam es erneut zu Überschneidungen und zu Verbindungen zwischen den Körperumrissen.

 

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