09.03.2011
Spendenprojekt
begegnen. bilden. teilen
Warum ich ein Projekt des ejw-Weltdienstes
mit meiner Tour unterstützen möchte.
Die Beziehungen zum ejw-Weltdienst reichen bis zu meiner ehrenamtlichen Jugendarbeit in Albstadt-Tailfingen zurück. In den letzten Jahren hatte ich zu Matthias Hiller, meinem Kollegen in der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung, einen engeren Kontakt. Matthias erzählte mir immer wieder sehr anschaulich über seine Arbeit als Landesreferent für den ejw-Weltdienst, vor allem über Projekte in Nigeria und im Sudan. Da ich mit meiner Tour 2009 ein Projekt im Sudan unterstützt habe, möchte ich auch mit der diesjährigen Tour Spenden für ein Projekt im Sudan sammeln.
Werner Bitzer, Walddorfhäslach
Im März 2011
Flüchtlingslager En Gaz in Port Sudan
Besuch am 28.-30.11.2010 von Andrea Kalmbach, Matthias Hiller und Fritz Leng
Weit außerhalb der Hafenstadt Port Sudan liegt das Flüchtlingslager En Gaz. Über mehrere Kilometer erstrecken sich provisorische Behausungen aus Planen und Holzresten. Viele Menschen aus Krisenregionen des Sudan sind hier in der Wüste fern ihrer Heimat gestrandet. Sowohl Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsgebiet Darfur, als auch aus dem Süden des Sudan, in dem ebenfalls bis 2005 ein schrecklicher Bürgerkrieg tobte. Einige Menschen sind auch schon in ihre Heimat in den Süden zurückgekehrt. Aber viele andere sind noch da, denn sie haben kein Geld für die lange Fahrt in die Heimat und sind ungewiss, was sie in ihrem Heimatdorf erwartet. Der YMCA Port Sudan nimmt sich in beeindruckender Weise der Not dieser entwurzelten Menschen an und vermittelt Hoffnung in einer hoffnungslosen Situation.
So unterhält der YMCA im Lager En Gaz einen Kindergarten und eine Schule für Kinder. Der Schulleiter unterrichtet mit fünf Lehrern in der Kindergartengruppe als Vorschule 70 Kinder und in fünf Schulklassen jeweils 50 Kinder. Die Schule besitzt nur zwei einfachste Räume, die aber nicht ausreichen. So müssen die Schülerinnen und Schüler der anderen Klassen vor der Schule in der heißen Sonne auf dem Boden sitzen und dort unterrichtet werden. Die Lehrer bekommen nur ein sehr niedriges Gehalt und haben auch schon freiwillig ohne Geld zu bekommen gearbeitet.
Da immer mehr Kinder in diese Schule möchten, plant der YMCA Port Sudan mit Unterstützung des ejw-Weltdienstes weitere Schulräume und beabsichtigt ein bis zwei weitere Lehrer für die Schule zu gewinnen. Desweiteren wird ein Büro für den Schulleiter und die Lehrer benötigt. Geplant ist auch eine Küche, um den Kindern ein Frühstück zuzubereiten, denn viele Kinder kommen sehr hungrig und entkräftet in die Schule. Ebenfalls ist das Trinkwasser sehr teuer, der YMCA möchte den Kindern genügend Wasser zum Trinken bereitstellen. Benötigt werden auch mehr Schultische und Stühle, sodass die Schülerinnen und Schüler nicht mehr weiter auf dem sandigen Boden sitzen müssen. Ebenso werden dringend Toiletten beansprucht und ein Zaun, der das Gelände schützt. Ein weiteres Vorhaben ist es auch, Bäume zu pflanzen, die den Kindern in den Pausen Schatten spenden.
Es wurde vereinbart in En Gaz einen Eltern-Ausschuss zu gründen, der sich regelmäßig trifft und beteiligt. Um vorbildlich zu arbeiten, sollen die Bauregeln eingehalten und medizinische und hygienische Regeln beachtet werden.
Die Menschen in diesem Lager sind vom Bürgerkrieg gezeichnet, mittellos und traumatisiert. Der YMCA steht den Menschen in ihrer Situation bei und unterstützt sie. Der Kindergarten und die Schule schenkt den Menschen wieder Vertrauen und Zuversicht auf eine bessere Zukunft.
Unsere YMCA-Partner im Sudan hoffen sehr auf ihre Freunde in Deutschland und haben uns bei unserem Besuch in Port Sudan im November 2010 herzlich und dringend um Unterstützung gebeten, um den entwurzelten Kindern in Jesu Namen Hoffnung und Hilfe gewähren zu können.
Andrea Kalmbach, Fritz Leng (ejw-Weldienst)
20.01.2011
Weitere Informationen:
Sudan: Hilfe für Flüchtlingskinder in Engaz
Spendenkonto:
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
ejw-Weltdienst
EKK
BLZ 520 604 10
Konto-Nr. 400 405 485
Projekt-Nr. SUD109
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