Nach unserem Pressegespräch am vergangenen Freitag ist ein Bericht beim Evangelischen Pressedienst (epd) erschienen. Auch zwei Tageszeitungen in der Region Reutlingen haben über die Tour berichtet.
21.05.2011: Reutlinger Generalanzeiger
Strampeln über Wellblech-Pisten (von Veit Müller)
25.05.2011: Reutlinger Nachrichten
Radrennen der Extreme (von Simon Wagner)

Am vergangenen Mittwoch ist Werner Bitzer von seiner ejw-Weltdienst Tour 2011 aus Kapstadt zurückgekehrt. Heute berichtete er bei einem Pressegespräch über seine Erlebnisse.
Übervolle Supermärkte europäischer Handelskonzerne, Schokolade vom Traditionshersteller aus dem Schönbuch, neueste Technik bei Bankautomaten und Mobiltelefonen, teure Hotels jedoch zum Teil mit schlechtem Service, auf dem Land aber einfachste Behausungen neben den Sandpisten, die als Hauptstraßen die großen Städte verbinden, ab und zu ein Trampelpfad, einige Menschen oder ein Gockel und Instant-Kaffe in den besten Hotels, die direkt bei den Kaffee- oder Tee-Plantagen liegen. So schilderte Werner Bitzer seine Eindrücke vom Süden Afrikas nach der Rückkehr von seiner ejw-Weltdienst Tour.
Lesen Sie den gesamten Bericht auf der Homepage des ejw-Weltdienst:
Widersprüchliches Afrika
Heute ist ein Artikel über Werner Bitzer im Reutlinger General-Anzeiger erschienen:
Gestern erschien ein Artikel von Hardy Grüne bei NZZ-Online.
Hardy Grüne ist bekennender Fußballfan. Seit mehr als zwanzig Jahren packt ihn mit schöner Regelmäßigkeit das Reisefieber und seit mehr als zehn Jahren verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben über Fußball.
Die Tour d’Afrique ist eine der härtesten Radtouren der Welt. Ein Teil der Radler nimmt als “Expeditionsfahrer”, ein anderer Teil als “Racer” teil. In diesem Jahr gibt es mehrere Teilnehmer aus Deutschland. Neben Werner Bitzer berichten auch zwei Weitere in ihrem Online-Tagebuch.
Michael Netzsch (Expeditionsfahrer) berichtet am 26.03.2011:
Gestern Abend habe ich mich entschieden den nächsten Tag auf dem LKW zu verbringen. Wir müssen auf einer Piste einen 1300 Meter Anstieg und Abfahrt bewältigen und vielleicht wird es regnen (man weiß ja nie). Auf geholpere und Dreck habe ich keine Lust mehr. Nach dem folgenden Pausentag wird es auf Asphalt bis Namibia weitergehen. Während der Fahrt zeigte sich wie richtig meine Entscheidung war. Es war eine sehr holprige Straße. Sogar bergab mußte man permanent bremsen und wurde trotzdem von dem Geholpere kräftig durchgeschüttelt. Es war einer der härtesten Tage der Tour bisher. Dafür war die Landschaft um den Paß herum atemberaubend. Alles war grün um uns herum und es wurde sehr viel Landwirtschaft betrieben. Mich erinnerte das etwas an eine Mischung aus Schottland und der Schweiz …
Hardy Grüne (Racer) berichtet am 29.03.2011:
Nach 12 Kilometern ging es dann rechts ab und da wartete die erste Prüfung des Tages auf uns: ein fetter Anstieg über 20 Kilometern und mit gut und gerne 600 Höhenmetern. Doch die Tage auf der off-road-Piste in Tansania hatten uns gestählt, denn wir sausten fröhlich den bis zu 6 Prozent steilen Anstieg hinauf und genossen die phantastische Aussicht. Auf dem Gipfel hatten wir fast wieder die 2.400 Meter von vor zwei Tage erreicht und blickten abermals in eine Landschaft, die mich schwer an „Herr der Ringe“ erinnerte: grün, hügelig bis wellig und verwunschen schön.
Verwunschen schön war auch die Abfahrt, auf die der örtliche Verkehr mit fetten Warnschildern hingewiesen wurde und die uns Radler in atemberaubende Geschwindigkeitsräusche stürzte. Für gut zehn Kilometer tauchte auf meinem Tacho keine Zahl unter 50 km/h mehr auf, und einmal kratzte ich sogar an der 70er Marke. Wären die bösen Tempo-Blocker auf den Straßen in den Ortschaften nicht gewesen (das sind hier vier dicht aufeinanderfolgende kleine Bodenwellen, die böse wehtun, wenn man da zu schnell rübersaust), wäre die ganze Sache noch schöner gewesen. Viel zu schnell waren wir im Tal angekommen, wo die beliebt-berüchtigten „rolling hills“ auf uns warteten. Und eine Landschaft, die sich komplett veränderte aber mindestens genauso zauberhaft war. Plötzlich waren überall Bananenbäume zu sehen, liefen die Menschen mit dicken Bananenstauden auf den Köpfen herum, gab es überall … Bananen zu kaufen. Wenn es nicht so platt klingen würde, würde ich glatt sagen, ich fühlte mich wie im Dschungel. Und zum Dschungel gehört natürlich auch eine gewisse Menge an Feuchtigkeit. Die kam schon bald in Form von … Regen. Und was für einer! Feinster Sprühregen, auf den man selbst in England neidisch werden würden, breitete sich in jeder Ritze meiner Kleidung aus und durchnässte mich bis auf die Haut. Immerhin war es, im Gegensatz zu den 2.400 Höhenmetern des Morgens, im Tal angenehm warm …
Weitere Informationen:
Am Samstag ist Werner Bitzer mitten in der Nacht in Nairobi angekommen. Das CENTURION-Bike, das noch rechtzeitig vor dem Tourstart in Walddorf eingetroffen ist, hat er zwischenzeitlich startklar gemacht. Heute früh war die Einweisung der sechs “Neuen”.
Werner Bitzer hat sich heute kurz per E-Mail gemeldet:
“Das Zelt steht. Gepaeck ist alles angekommen, bis jetzt habe ich noch nichts vermisst. Auch hat alles den Transport überstanden. Heute Nacht hat es irgendwann einmal geregnet. So bin ich gespannt, wie die nächsten Tage wettermäßig so werden.”
Morgen geht es dann endlich los. Werner Bitzer wird in unregelmäßigen Abständen einen Bericht per E-Mail senden,den wir hier veröffentlichen werden.
Weitere Informationen:

Heute Vormittag ist Werner Bitzer voll Tatendrang zu seiner ejw-Weltdienst Tour 2011 aufgebrochen. Auf der Homepage des ejw-Weltdienstes gibt es einen aktuellen Bericht:
“Halbe Sachen waren noch nie mein Ding.”
—————————————————————————————————————-
Hier können Sie meine ejw-Weltdienst Tour 2011 unterstützen:
>>> Zum Spendenformular (ssl-verschlüsselt):
Aktueller Spendenstand:
>>> Alle Spender
So verpassen Sie keine aktuellen Berichte:
>>> Newsletter bestellen
—————————————————————————————————————-
Zwei Fragen an Werner Bitzer ein Tag vor dem Start:
Worauf freust Du Dich am meisten bei der diesjährigen Tour?
“Ein Teilnehmer der diesjährigen Tour schrieb mir kürzlich: Sonne gibt es reichlich und wir teilen sie gerne mit dir. Ich freue mich also auf Sonne und Wärme. Wie es dann wird, wenn die Sonne brennt, das ist dann wieder etwas Anderes. Auf Begegnungen mit Menschen in der Gruppe und in den Ländern Afrikas. Auf das Schlafen im Zelt und natürlich das Radfahren und die großartige Landschaft in Afrika. Ich hoffe, dass genügend Zeit bleibt um die Feier von Karfreitag und Ostern in Afrika unmittelbar zu erleben und mitzufeiern. Wenn es möglich ist, auch den einen oder anderen Gottesdienst zu erleben.”
Wovor hast Du Respekt oder sogar Angst?
“Auf den Autoverkehr werde ich diesmal besonders achten. Ein Rückspiegel ist auf jeden Fall dabei! Der nötige Respekt vor einem Sturz auf den Ellbogen wird mich wohl begleiten.”
Dieses Foto hat Werner Bitzer von seiner Tour im Jahr 2009 mitgebracht.

Am Freitag geht es für Werner Bitzer los. Dann startet er zu seiner ejw-Weltdienst Tour 2011. Doch vorher muss noch alles geprüft und verpackt werden. Vor dem Start seiner 6.500 Kilometer langen Tour durch Afrika gibt es noch ein Pressegespräch auf dem Flughafen Stuttgart.

Weitere Informationen:
Der Blog für die ejw-Weltdienst-Tour wird gerade überarbeitet. Werner Bitzer startet am 14. März zur Fortsetzung seiner Tour durch Afrika. Mit dieser Tour möchte er auch Spenden sammeln für ein Projekt des ejw-Weltdienstes:
Unterstützung des Flüchtlingslagers En Gaz bei Port Sudan (Sudan).
Die einzelnen Etappen der ejw-Weltdienst Tour 2011:
- 14.03.2011 – 26.03.2011
1.218 km
Von Nairobi nach Mbeya
- 28.03.2011 – 04.04.2011
878 km
Von Mbeya nach Lilongwe
- 06.04.2011 – 14.04.2011
1.215 km
Von Lilongwe zu den Viktoria-Fällen
- 17.04.2011 – 27.04.2011
1.539 km
Von den Viktoria-Fällen nach Winhoek
- 29.04.2011 – 14.05.2011
1.762 km
Von Windhoek nach Kapstadt